19.08.2025 – ein Tag, der uns wieder einmal zeigt, wozu Menschen fähig sind. Eines unserer Teammitglieder war mit ihrem Hund im Wald zwischen Bexbach-Höchen und Münchwies unterwegs, als sie auf etwas stieß, das ihr Blut in den Adern gefrieren ließ:
Mitten zwischen Bäumen und Sträuchern stand eine verdreckte, versiffte Transportbox. Zunächst wirkte sie wie achtlos weggeworfen – doch dann: ein kaum hörbares, schwaches Wimmern aus dem Inneren.
Mit zitternden Händen öffnete sie die Box – und was sie sah, ist schwer zu ertragen: Darin lag ein hilfloses Kaninchen, eingeschlossen, wehrlos, ausgeliefert. 35 °C in der prallen Sonne, ohne Wasser, ohne Futter – ein Todesurteil!
Das Tier war völlig apathisch, dehydriert bis aufs Letzte, der Körper geschwächt, die Augen glasig. Es ist ein Wunder, dass es überhaupt noch geatmet hat.

Ein Lebewesen, das fühlen kann, das Angst empfindet, das Schmerzen kennt – wurde von einem Menschen bewusst in eine Kiste gesperrt und im Wald abgestellt. Ohne Chance auf Rettung, ohne Hoffnung. Ein stiller Tod, langsam, qualvoll, in Einsamkeit.
Wir haben sofort alles in Bewegung gesetzt, um das Kaninchen medizinisch zu versorgen. Es ringt noch immer mit aller Kraft ums Überleben. Wir hoffen und beten, dass es die nächsten Tage übersteht – aber die Wahrheit ist: Sein Zustand ist kritisch.

– Wer erkennt diese Transportbox?
– Wer weiß, wem dieses Tier gehört haben könnte?
– Wer kann Hinweise geben, die uns zu dem feigen Aussetzer führen?

Wir wünschen dem Aussetzer nichts anderes, als dass ihn sein Gewissen irgendwann genauso zerfrisst, wie er dieses Kaninchen dem sicheren Tod ausgeliefert hat. Vielleicht wird er irgendwann begreifen, dass ein Tier kein Wegwerfprodukt ist, sondern ein fühlendes Lebewesen.
